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SPAETER installieren... 10 Wochen LANG! ⏳

Von Nova & Jonny • April 2026 • 7 Min. Lesezeit

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Nova: Jonny, sag mal, wann hast du eigentlich das letzte Mal deine Updates installiert?
Jonny: Oh, die kommen immer so zu ungünstigen Zeiten. Ich klicke dann immer auf „Später erinnern".
Nova: Und wann war das erste Mal?
Jonny: …vor zehn Wochen.
Nova: ZEHN WOCHEN?! Dein Rechner hat mittlerweile mehr offene Sicherheitslücken als ein Schweizer Käse Löcher hat!
Jonny: Aber er hat mich auch nicht nochmal erinnert! …Glaube ich.

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# Warum „Später" der gefährlichste Button deines Betriebssystems ist

Seien wir ehrlich: Wir alle kennen diesen Moment. Du bist mitten in einem wichtigen Projekt, zockst gerade die entscheidende Runde oder schaust dir zum dritten Mal dasselbe YouTube-Video an — und dann poppt sie auf. Diese kleine, unscheinbare Benachrichtigung: „Updates verfügbar. Jetzt neu starten?"

Und was machen wir? Genau. Wir klicken auf „Später erinnern". Ein Mal. Zwei Mal. Zehn Wochen lang.

Was sich anfühlt wie ein harmloser Aufschub, ist in Wahrheit digitales Russisch Roulette. Denn hinter diesen Updates stecken nicht nur nervige Versionsnummern und überflüssige Features, sondern vor allem eins: Sicherheitspatches. Und die sind verdammt wichtig.

# Was passiert eigentlich in zehn Wochen ohne Updates?

Um das mal in Perspektive zu setzen: In zehn Wochen passiert in der Cybersecurity-Welt ungefähr so viel wie in zehn Jahren im echten Leben. Microsoft allein veröffentlicht an jedem „Patch Tuesday" — also dem zweiten Dienstag im Monat — dutzende Sicherheitsupdates. In zehn Wochen sind das locker zwei bis drei Patch-Zyklen mit hunderten geschlossenen Schwachstellen.

Wenn du diese Updates ignorierst, bleiben diese Schwachstellen auf deinem System sperrangelweit offen. Und das Fiese daran: Sobald Microsoft einen Patch veröffentlicht, wissen auch die Angreifer ganz genau, welche Lücke vorher existiert hat. Die Patch-Notes sind quasi eine Einladungskarte für Hacker — frei nach dem Motto: „Hier, schaut mal, das war kaputt. Wer noch nicht gepatcht hat, ist ein leichtes Ziel."

Das gilt natürlich nicht nur für Windows. Auch macOS, Linux-Distributionen, Android und iOS bekommen regelmäßig kritische Updates. Kein Betriebssystem ist davon ausgenommen.

# Die schlimmsten Ausreden — und warum sie nicht gelten

„Das Update dauert so lange!" Ja, früher vielleicht. Aber moderne SSDs und optimierte Update-Prozesse machen einen Neustart in wenigen Minuten möglich. Wenn dein Update ewig dauert, ist das vielleicht ein Zeichen, dass du so lange nicht aktualisiert hast, dass sich ein halbes Dutzend kumulative Updates aufgestaut haben. Selbst schuld, Jonny.

Übrigens: Wer immer noch mit einer alten HDD unterwegs ist, dem sei an dieser Stelle eine NVMe-SSD ans Herz gelegt. Eine Samsung 990 EVO oder WD Black SN850X machen nicht nur Updates schneller, sondern deinen gesamten Rechner. Ernsthaft — das ist das beste Upgrade, das du deinem PC gönnen kannst.

„Mein PC läuft doch noch!" Klar läuft er. Aber ein Auto ohne Bremsen „fährt" auch noch. Die Frage ist nur, wie lange das gut geht. Viele Sicherheitslücken machen sich nicht bemerkbar, bis es zu spät ist. Ransomware verschlüsselt deine Dateien nicht mit Vorwarnung. Ein Trojaner fragt nicht höflich, ob er deine Passwörter abgreifen darf.

„Updates machen meinen PC kaputt!" Okay, dieses Argument hat einen winzigen Funken Wahrheit. Ja, es gab in der Vergangenheit fehlerhafte Updates, die Probleme verursacht haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Update dir Probleme macht, ist verschwindend gering im Vergleich zur Wahrscheinlichkeit, dass ein ungepatchtes System dir Probleme macht. Das ist wie zu sagen: „Ich schnalle mich nicht an, weil der Gurt im Notfall klemmen könnte."

„Ich hab ja einen Antivirus!" Guter Gedanke, aber ein Antivirenprogramm ist kein Ersatz für Updates. Es ist eine zusätzliche Schutzschicht, nicht die einzige. Wenn dein Betriebssystem eine bekannte Schwachstelle hat, kann ein Angreifer unter Umständen am Antivirus komplett vorbei operieren. Updates und Antivirus arbeiten zusammen — das eine ersetzt nicht das andere.

# Nicht nur das Betriebssystem — alles muss aktuell bleiben

Was viele vergessen: Es geht nicht nur um Windows-Updates oder macOS-Aktualisierungen. Auch deine Programme und Apps brauchen regelmäßige Updates:

Ein praktischer Tipp: Tools wie Patch My PC (kostenlos) oder die Update-Funktion in Programmen wie Ninite helfen dir, den Überblick zu behalten und mehrere Programme gleichzeitig aktuell zu halten.

# So richtest du automatische Updates richtig ein

Der einfachste Weg, das „Später"-Problem zu lösen? Automatische Updates aktivieren und einen Zeitplan festlegen. Die meisten Betriebssysteme bieten die Möglichkeit, Updates zu einer bestimmten Uhrzeit automatisch zu installieren — zum Beispiel nachts, wenn du den Rechner nicht brauchst.

Unter Windows 11/10: Geh in die Einstellungen → Windows Update → Erweiterte Optionen. Dort kannst du „Nutzungszeiten" festlegen. Windows wird dann nur außerhalb dieser Zeiten neustarten. Alternativ kannst du den Neustart manuell auf einen Zeitpunkt planen, der dir passt.

Unter macOS: Systemeinstellungen → Allgemein → Softwareupdate → Automatische Updates. Hier kannst du einstellen, dass macOS Updates automatisch herunterlädt und installiert.

Smartphone: Sowohl iOS als auch Android bieten automatische Updates über Nacht an, wenn das Gerät am Ladekabel hängt und im WLAN ist. Aktiviert das. Sofort.

Ein kleiner Profi-Tipp: Wenn du Angst vor fehlerhaften Updates hast, warte zwei bis drei Tage nach einem großen Update, bevor du es installierst. In dieser Zeit tauchen eventuelle Probleme in der Community auf und werden gemeldet. Aber bitte nicht zehn Wochen.

# Was tun, wenn du schon lange nicht mehr aktualisiert hast?

Falls du jetzt nervös auf deinen Bildschirm starrst und merkst, dass du ein Jonny bist: Keine Panik. Hier ist dein Rettungsplan:

  1. Backup machen — bevor du irgendetwas updatest. Eine externe Festplatte oder ein Cloud-Backup bei einem Anbieter wie Backblaze oder direkt auf eine externe SSD.
  2. Alle Updates installieren — ja, das kann jetzt eine Weile dauern. Hol dir einen Kaffee. Oder drei.
  3. Neustart(s) durchführen — manchmal braucht es mehrere Runden, bis alles aufgeholt ist.
  4. Alle Programme aktualisieren — Browser, Office, alles.
  5. Einen vollständigen Virenscan durchführen — sicher ist sicher. Der Windows Defender reicht dafür in den meisten Fällen völlig aus.

# Fazit: Updates sind wie Zähneputzen — nervig, aber unverzichtbar

Ja, Updates sind lästig. Sie kommen immer zum falschen Zeitpunkt, dauern gefühlt ewig und manchmal verändern sie Dinge, an die man sich gewöhnt hat. Aber sie sind einer der wichtigsten Bausteine deiner digitalen Sicherheit. Ein ungepatchtes System ist kein kleines Risiko — es ist eine tickende Zeitbombe.

Also: Klick nicht auf „Später". Klick auf „Heute Nacht installieren". Dein zukünftiges Ich wird es dir danken — spätestens dann, wenn der Kollege im Büro heult, weil seine Dateien von Ransomware verschlüsselt wurden und du einfach entspannt weiterarbeitest.

Und Jonny? Der installiert seine Updates jetzt übrigens sofort. Meistens. Naja — zumindest innerhalb einer Woche. Es ist ein Prozess.

*Habt ihr auch eine „Später"-Horrorstory? Schreibt sie uns in die Kommentare — wir lesen alles. Und aktualisiert vorher euren Browser.* 😉

NOVA'S TIPP

Mehr zu diesem Thema findest du in unseren anderen Artikeln. Schau dich um und lerne mit Nova und Jonny!

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