Hardware
Jonny hat seinen Bildschirm ABFOTOGRAFIERT...
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# Warum dieses Thema überhaupt ein Thema ist
Ja, es ist 2025. Ja, Computer gibt es seit Jahrzehnten. Und ja: Es gibt immer noch Menschen – liebenswerte, warmherzige, technisch absolut ahnungslose Menschen – die ihren Bildschirm mit dem Handy abfotografieren, statt einen Screenshot zu machen. Jonny ist einer von ihnen. Und er ist nicht allein.
Bevor ihr jetzt lacht (okay, lacht ruhig kurz), sollten wir fairerweise sagen: Niemand wird mit dem Wissen geboren, wie man einen Screenshot macht. Es steht nicht auf der Geburtsurkunde. Es wird in den meisten Schulen nicht unterrichtet. Und seien wir ehrlich – wer von euch hat die „Druck"-Taste auf der Tastatur jemals bewusst wahrgenommen, bevor jemand anderes euch darauf hingewiesen hat? Eben.
Aber genau deshalb sind wir hier. Heute lernen wir – oder vielmehr lernt Jonny, und ihr dürft zugucken – wie man auf jedem erdenklichen Gerät einen vernünftigen Screenshot macht. Ohne Daumen im Bild. Ohne Spiegelungen. Ohne Scham.
# Screenshots unter Windows – Die Basics
Fangen wir mit dem Betriebssystem an, das die meisten von euch nutzen dürften: Windows. Und hier gibt es gleich mehrere Methoden, je nachdem, wie fancy ihr euch fühlt.
**Methode 1: Die Druck-Taste (Print Screen)**
Diese mysteriöse Taste oben rechts auf eurer Tastatur, die oft mit „Druck", „PrtSc" oder „Print Screen" beschriftet ist – die hat tatsächlich eine Funktion! Einmal drücken, und Windows speichert ein Bild eures gesamten Bildschirms in die Zwischenablage. Danach könnt ihr es mit Strg+V in Paint, Word, eine E-Mail oder einen Chat einfügen. Simpel, oder?
**Methode 2: Windows + Druck**
Wenn ihr Windows-Taste + Druck gleichzeitig drückt, passiert etwas Magisches: Der Bildschirm flackert kurz, und der Screenshot wird automatisch als Datei gespeichert. Ihr findet ihn unter „Bilder" → „Bildschirmfotos". Keine Zwischenablage, kein Einfügen nötig. Einfach da.
**Methode 3: Das Snipping Tool (der Geheimtipp, der keiner ist)**
Windows + Shift + S ist die Kombination, die euer Leben verändern wird. Ernsthaft. Damit öffnet sich das Snipping Tool, und ihr könnt einen beliebigen Bereich eures Bildschirms auswählen. Nur das Fenster? Klar. Nur den Fehlermeldungs-Dialog? Easy. Nur das peinliche Meme, das euer Kollege im Teams-Chat gepostet hat? Absolut.
Das Snipping Tool bietet euch freie Auswahl, Rechteck, Fenster oder Vollbild. Und seit Windows 11 sieht es sogar richtig schick aus und kann verzögerte Screenshots aufnehmen – perfekt, wenn ihr ein Dropdown-Menü oder einen Tooltip einfangen wollt.
# Screenshots auf dem Mac – Für die Apple-Fraktion
Auch Apple-Nutzer sind nicht vor dem Handy-Foto-Desaster gefeit. Aber macOS macht es euch wirklich leicht:
- **Cmd + Shift + 3** → Screenshot des gesamten Bildschirms
- **Cmd + Shift + 4** → Fadenkreuz erscheint, ihr wählt den Bereich aus
- **Cmd + Shift + 4, dann Leertaste** → Ihr könnt ein einzelnes Fenster anklicken, das dann perfekt freigestellt fotografiert wird (sogar mit hübschem Schatten!)
- **Cmd + Shift + 5** → Das volle Programm mit Toolbar, Bildschirmaufnahme und Timer
Die Screenshots landen standardmäßig auf dem Schreibtisch. Wer das nicht möchte, kann über Cmd + Shift + 5 den Speicherort ändern.
# Screenshots auf dem Smartphone – Weil Jonny ja auch da fotografiert
Ja, Jonny hat auch schon den Bildschirm seines alten Handys mit seinem neuen Handy abfotografiert. Zwei Handys. Übereinander. Wie ein trauriges Tech-Sandwich. Aber auch auf dem Smartphone gibt es Screenshots:
- Power-Taste + Leiser-Taste gleichzeitig drücken (bei den meisten Geräten)
- Bei Samsung-Geräten zusätzlich: Mit der Handkante über den Bildschirm wischen
- Oder einfach den Google Assistant fragen: „Mach einen Screenshot"
- Seitentaste + Lauter-Taste gleichzeitig (bei iPhones ohne Home-Button)
- Seitentaste + Home-Button (bei älteren Modellen)
Die Screenshots landen in der Fotos-App und sehen aus wie das, was auf dem Bildschirm war – nicht wie ein verwackeltes Foto durch drei Reflexionsebenen hindurch.
# Warum ein Foto vom Bildschirm eine schlechte Idee ist
Abgesehen davon, dass es unprofessionell aussieht – und ja, euer IT-Support weint jedes Mal ein bisschen, wenn ihr ein Handyfoto einer Fehlermeldung schickt – gibt es handfeste Gründe, warum Screenshots besser sind:
**1. Lesbarkeit:** Ein Screenshot ist pixelgenau. Ein Foto durch eine Handykamera zeigt Moiré-Muster (diese komischen Wellenlinien), Reflexionen, Unschärfe und Verzerrungen.
**2. Text ist kopierbar:** Aus einem Screenshot kann man Text rauskopieren oder ihn durch OCR-Software jagen. Aus eurem verwackelten Foto vom Monitor? Viel Glück.
**3. Dateigrüße und Qualität:** Ein Screenshot als PNG ist gestochen scharf und oft kleiner als das 4K-Handyfoto eures Bildschirms, auf dem man nebenbei noch eure gesamte Wohnzimmereinrichtung begutachten kann.
**4. Keine ungewollten Informationen:** Im Spiegelbild eures Monitors hat man schon Passwörter auf Post-its gelesen, Personalausweise auf Schreibtischen erkannt und Dinge gesehen, die man nicht sehen wollte. Ein Screenshot zeigt nur das, was auf dem Bildschirm ist. Nicht mehr, nicht weniger.
# Profi-Tipps: Wenn Screenshots nicht reichen
Manchmal braucht man mehr als nur ein einfaches Bildschirmfoto. Für diese Fälle gibt es großartige Tools:
**ShareX** (kostenlos, Windows) – Das Schweizer Taschenmesser unter den Screenshot-Tools. Kann Screenshots, GIFs, Bildschirmaufnahmen, automatisches Hochladen, Annotationen, OCR und ungefähr 400 weitere Dinge, die ihr nie brauchen werdet, aber trotzdem cool findet.
**Greenshot** (kostenlos, Windows) – Leichtgewichtig, schnell, perfekt für den Büroalltag. Macht Screenshots und lässt euch direkt Pfeile, Text und Markierungen hinzufügen, bevor ihr sie verschickt.
**Flameshot** (kostenlos, Linux) – Für die Linux-Nutzer unter euch, die ja bekanntlich alles können, aber trotzdem ein gutes Tool verdienen.
**CleanShot X** (kostenpflichtig, Mac) – Für Mac-User, die mehr wollen als die Bordmittel. Scrollende Screenshots, Annotationen, Cloud-Upload, GIF-Aufnahme – das volle Programm.
Für Bildschirmaufnahmen als Video lohnt sich ein Blick auf **OBS Studio** (kostenlos, alle Plattformen) – damit nimmt auch das errorgate-Team einen Großteil der Inhalte auf.
# Wenn der IT-Support fragt: „Können Sie mir einen Screenshot schicken?"
Dann meint er genau das. Einen Screenshot. Kein Foto. Kein handschriftlich abgemaltes Bild der Fehlermeldung (ja, das ist passiert). Keinen dreiseitigen Text, in dem ihr die Fehlermeldung aus dem Gedächtnis beschreibt. Einen. Screenshot.
Die Fehlermeldung lesen ist übrigens auch hilfreich. Aber das ist ein Thema für einen anderen Blog-Artikel – und vermutlich eine ganze Staffel auf errorgate.tv.
# Fazit
Screenshots sind eine der einfachsten und nützlichsten Funktionen, die jedes Betriebssystem mitbringt – und trotzdem werden sie von erschreckend vielen Menschen ignoriert. Dabei braucht es wirklich nur eine Tastenkombination, um den IT-Support glücklich zu machen, professioneller zu wirken und nie wieder den eigenen Daumen auf einem „Screenshot" erklären zu müssen.
Also, lieber Jonny – und liebe Leserinnen und Leser, die sich vielleicht ein kleines bisschen ertappt fühlen: **Windows + Shift + S**. Drei Tasten. Eine bessere Welt.
Und wenn ihr das nächste Mal jemanden seht, der sein Handy zückt, um den Bildschirm abzufotografieren – schickt ihm diesen Artikel. Oder noch besser: das passende Video auf [errorgate.tv](https://errorgate.tv). Nova wird es euch danken. Jonny… lernt es vielleicht beim dritten Mal.